16. Regionalkonferenz

Wie kann zivilgesellschaftliches Engagement unsere Demokratie stärken? Diese Leitfrage stand im Zentrum der 16. Regionalkonferenz Rechtsextremismus & Demokratiestärkung. Die Teilnehmenden aus Zivilgesellschaft, Verwaltung, Bildung, Politik und Wissenschaft formulierten klare Forderungen: bessere Rahmenbedingungen, mehr Schutz, stärkere Bildung und verlässliche Unterstützung für alle, die sich vor Ort für Demokratie einsetzen.

Resolution aus der ‚Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung‘ fordert mehr Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Engagement in der Demokratiearbeit

Mehr als 100 engagierte Menschen aus Zivilgesellschaft, Kommunalpolitik, Schule und Verwaltung haben am 15. November 2025 zur 16. Ausgabe der ‚Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung‘ darüber diskutiert, was zivilgesellschaftliches Engagement braucht, um demokratiestärkend wirksam sein zu können. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurde praxisnah und erfahrungsbasiert ein Maßnahmenkatalog  zusammengetragen, der die wesentlichen Bedarfe für eine erfolgreiche Demokratiearbeit beschreibt.

© Andreas Grimm (agp creative)

Völlig einig waren sich die Teilnehmenden, das zivilgesellschaftliches Engagement ein unverzichtbarer Grundpfeiler einer lebendigen Demokratie ist. Es ermöglicht Teilhabe, schafft Räume für Dialog und stärkt Widerstandsfähigkeit gegenüber Polarisierung, Desinformation und rechtsextremen Ideologien. Gleichzeitig sehen sich Engagierte aber wachsenden Belastungen und Herausforderungen gegenüber: Bedrohungen und Hass, strukturelle und finanzielle Unsicherheiten, mangelnde Anerkennung, bürokratische Hürden, fehlende Ressourcen sowie ein zunehmend herausforderndes gesellschaftliches Klima. Damit zivilgesellschaftliches Engagement seine demokratiestärkende Kraft entfalten kann, braucht es vor allem verlässliche Rahmenbedingungen, sichtbare politische Unterstützung, langfristige Förderung sowie eine demokratische Infrastruktur, die auf allen Ebenen trägt – in Bildung, Verwaltung, Medien, Kommunen und im digitalen Raum.

Im Auftrag der Teilnehmenden hat das Organisationsteam der Regionalkonferenz Rechtextremismus & Demokratiestärkung, bestehend aus dem Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg der RAA, dem Regionalen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Lübeck der AWO-SH, dem Verein Miteinander leben e.V. in Mölln, den Partnerschaften für Demokratie der Stadt Ratzeburg und des Amtes Lauenburgische Seen und der Stadt Lauenburg sowie dem Fachdienst Familie und Schule, Kinder- und Jugendschutz des Kreises Stormarn, das Arbeitsergebnis aus der Konferenz als Resolution formuliert. Sie soll ist als Forderung, als Hilferuf und als Anstoß zum Dialog zu verstehen.

Engagierte Menschen aus der Zivilgesellschaft berieten auf der 16. ‚Regionalkonferenz Rechtsextremismus und Demokratiestärkung‘ in Grevesmühlen, was zivilgesellschaftliches Engagement braucht, um demokratiestärkend wirksam sein zu können © Andreas Grimm (agp creative)